Phytotherapie


Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) ist die Anwendung von Heil- bzw.

Arzneipflanzen beim kranken Menschen. Sie ist aus der alten Kräuter

heilkunde hervorgegangen, die erstmals bei Imho tep, einem ägyptischen

Priesterarzt, Erwähnung findet. Weitere berühmte Anwender waren Galen,

der Leibarzt des römischen Kaisers Marc Aurel, sowie Paracelsus und die

Heilige Äbtissin Hildegard von Bingen.


Über die vielen Kräuterheilkundigen des Mittelalters wurde die Phytotherapie, trotz des aktuellen Aufschwungs der Chemie, bis in unsere heutige Zeit überliefert und besonders von Heilpraktikerinnen erhalten und weiterentwickelt.Die Pflanzenheilkunde nutzt den reinen Pflanzenauszug, z. B. aus Blättern, Blüten oder dem Wurzelstock und auch aus der gesamten Arzneipflanze. Sie ist nicht zu verwechseln mit Homöopathie, bei der u. a. auch Pflanzen eingesetzt werden, je doch in einer anderen Aufbereitungsform.


Es gibt Pflanzen mit einer stärkeren oder sanfteren Heilwirkung, was besagt, dass sie nicht sorglos, sondern teilweise mit großer Vorsicht anzuwenden sind. Selbst die klassischen Mittel wie Kamille, Pfefferminze oder Brennnessel, die bei vielen Krankheitsbildern eine große Heilwirkung haben, dürfen nicht ständig genossen werden. Die pflanzenheilkundlichen Mittel sind heute größtenteils in Form von fertigen Mischungen als Tropfen, Tabletten, Salben, Tinkturen und Mazeraten verfügbar.



Aromatherapie


Aromatherapie bezeichnet die Anwendung Ätherischer Öle zur Beeinflussung von Gesundheit und Wohlbefinden. Geprägt wurde der Begriff in den 1920er Jahren von dem französischen Chemiker Rene Maurice Gattefosse.Die in der Aromatherapie verwendeten ätherischen Öle werden aus Pflanzen extrahiert,im Regelfall per Wasserdampfdestillation. Es gibt weit über 500 verschiedene ätherische Öle aus allen Teilen der Welt. In Frankreich, England und vor allem in den USA ist die Aromatherapie längst Bestandteil ärztlicher Therapie geworden. In den Vereinigten Staaten und in Europa konnte wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass Gerüche auf die Psyche des Menschen wesentlich stärker einwirken als bisher vermutet. Düfte sind sozusagen das Tor zu unserer Seele. Die Psychotherapie beginnt diese Tatsache zu nutzen: Als angenehm empfundene Düfte beeinflussen Erinnerung und Gemüt und steigern Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit nachhaltig. Aber auch unmittelbare pharmakologische Wirkungen kann ein ätherisches Öl haben. So wirkt z.B. Thymianöl antibakteriell, Melissenöl gegen Herpesviren, Blaue Kamille entzündungshemmend, etc. etc. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen.

Lavendel

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